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Die Iburg -  Hausburg






« Rings der Wälder tiefes Schweigen!
Aus des Tales Nebelhülle
Hob die Iburg ihren Scheitel
In die sternenklare Stille;
Alter Hain, aus dessen Wipfeln
Sonst die Irminsäule ragte,
Die zum Schmerz und Schreck der Sachsen
König Karl zu brennen wagte;
Götterstätte, jetzt umwuchert
Von Gestrüpp und wilden Ranken,
Und als Wohnort dunkler Mächte
Scheu gemieden von den Franken. »

Dreizehnlinden, Am Opfersteine,
von Friedrich Wilhelm Weber,
Hesse und Becker Verlag, Leipzig (o.J.)








Burg Iburg ist um 700 als sächsische Volks- und Fluchtburg (als Fluchtburg bezeichnet  man eine befestigte Anlage, die von Bauern, Siedlern erbaut und im Notfall, sprich bei Angriffen/drohender Gefahr als Schutz genutzt wurde; hier wurde kurzerhand das eigene Leben, Hab und Gut, Vieh in Sicherheit gebracht, bis die Angriffe vorbei waren; das Dorf wurde der Plünderung überlassen, wenn einem sein Leben lieb war) entstanden. Die Irminsul soll hier gestanden haben. 772 zerstörte Karl der Große die Burg und ließ eine Petruskirche auf den heiligen Resten der Sachsen errichten. 1231 tauschte man die Kirche gegen die Archidiakonatskirche aus. 799 bittete der Papst Leo III. Karl den Großen die Anlage an die Paderborner Kirche zu übergeben, was dieser auch tat. Die nächste Erwähnung findet die Burg um 900. Die seelige Helmtrud soll hier als Einsiedlerin gelebt haben. Zu großen Um- und Ausbauten kam es 1134. Es entstand ein Benediktinerinnenkloster. Auf den Überresten wird 1189 von Bischof Bernhard II. von Paderborn eine Burg errichtet, die Sitz der Ritter von Driburg wird. 1444 geraten die Ritter mit den Herzögen von Braunschweig in eine Fehde. Die Burg fällt, wird niedergebrannt und beginnt zu zerfallen.
Nach dem Aussterben der Ritter von Driburg erbte die Stadt Driburg die Burg und angrenzende Wälder. Im Jahre 1900 wurden die Iburgruinen freigelegt und erstmals archäologisch untersucht. Seitdem wurden mehrmals Forschungsgrabungen und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Schautafeln erläutern die Befunde und die Geschichte.







 
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