Bärlauch


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1. Ernte 2009




Bärlauch, auch Wilder Knoblauch, Bärenlauch oder Zigeunerlauch genannt, zeigt sich als einer der ersten Frühlings-Gemüse-Boten. Bevorzugt wächst er in schattigen Auen und Laubwaldhängen.

Bereits im Mittelalter war Bärlauch als "Herba salutaris" bekannt und wurde als magen- und blutreinigendes Mittel geschätzt. Die antibakterielle Wirkung geht auf das Allicin zurück, das nicht nur im Bärlauch, sondern auch im Knoblauch enthalten ist. Allicin ist eine schwefelhaltige Verbindung, welche der Pflanze den typischen Geruch verleiht.

Bärlauch ist eine wahre Vitamin C Bombe. Mit einem Vitamin C Gehalt von 150 mg pro 100 g übertrifft er sogar Paprika. Vitamin C ist gegenüber Wasser und Hitze sehr empfindlich. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Bärlauch nur kurz unter fließendem Wasser zu waschen, und am besten roh, in Salaten oder als Aufstrich zu genießen. Suppen und Saucen wird er am besten erst am Ende der Kochzeit beigefügt.

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Bereits im Mittelalter wuchs Bärlauch in den Klostergärten. 1524 ist er erstmals als Kräutergartenpflanze genannt. Da er jedoch im Freien einen stärkeren Geruch absondert als der übliche Gartenknoblauch, wurde er eher geduldet als geliebt. Beim Verzehr ist es jedoch genau umgekehrt: Knoblauch schmeckt intensiver als der mildere Verwandte. Daneben verursacht der Verzehr von Bärlauch auch keinen lang anhaltenden Körpergeruch. Von der Klostermedizin wurde Bärlauch in späteren Jahren entsprechend geschätzt. Jahrhunderte lang nutzten die Europäer ihn als Nahrungspflanze, danach geriet er erst einmal wieder etwas in Vergessenheit. Erst die Romantiker des 19. Jahrhunderts besannen sich zurück auf die „mystischen Heilkräfte der Natur“ und damit auch auf den Bärlauch. Im Zuge der steigenden Attraktivität der wenigen verbliebenen Wildkräuter wurde er im 20. jahrhundert immer beliebter. Um den Bärlauch ranken sich unzählige Namenslegenden:
Viele europäische Sprachen – nicht jedoch die nordgermanischen – bezeichnen das Kraut als „Bärenlauch“, „Bärenzwiebel“ oder „Bärenknoblauch“ (engl.: bears garlic, niederl.: beerlook). Diesen Bezeichnungen liegt eine Geschichte zugrunde. die besagt, dass Bären nach ihrem Erwachen aus dem Winterschlaf den Frühlingshunger mit Bärlauch stillten. Auch das zeitgleiche Erwachen von Bär und Pflanze nach der Winterzeit mag bei der Namensgebung eine Rolle gespielt haben.
Eine andere Erklärung hingegen bezieht sich auf die Sternzeichen: Der  Bärlauch wächst im Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte April, der astronomisch im Zeichen des Widders steht. Im Volksmund heißt Bärlauch auch Ramsen, Rams {engl.: ramsons), worin ram, das Wort für Widder steckt. Gemeinsam haben Tier und Pflanze den scharfen, heftigen Geruch (abgeleitet vom Wort ramr).
Ein mystischer Ansatz zeigt sich im Glauben der Germanen, dass der Bär von übernatürlichen Kräften beseelt sei: Dank seiner Stärke vertreibt er im Frühjahr den Winter; sobald er ausgeschlafen hat. Frisst der Bär den Bärlauch, dann geht seine Kraft auf die Pflanze über und verleiht ihr ebenfalls Macht über die Wetterdämonen.

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Bärlauchsuppe

Zutaten:
300 Gramm Junge Bärlauchblätter
20 Gramm Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen fein gehackt
1/2 Ltr. Gemüsebrühe
Salz; Pfeffer; Muskatnuss; Paprika edelsüß,
1/4 Ltr. Milch,
2 Essl. Saure Sahne

40 Gramm Butter
4 Dünne Scheiben Schwarzbrot gewürfelt
4 Essl. Geriebener Emmentaler

Butter in einem Topf schmelzen, die gehackten Zwiebeln und Knoblauchzehen hinzufügen.
Alles etwa 3 Minuten goldgelb rösten. Die gewaschenen und blanchierten Bärlauchblätter zugeben und 1 Minute mitdünsten. Die Gemüsebrühe zugießen und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Paprika würzen. Zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.
Anschließend mit einem Pürierstab pürieren, die Milch unterrühren und die Suppe nochmals aufkochen lassen. Von der Kochstelle nehmen und die saure Sahne unterrühren. Suppe auf vier Tassen verteilen.

Die Butter in einer Pfanne erhitzen und die Brotwürfel darin
ringsum goldbraun anbraten. Käse darüber streuen, kurz schmelzen lassen und alles auf der Suppe verteilen. Sofort servieren.

Die Mengenangaben lassen sich natürlich je nach Geschmack variieren.




Wir haben die Suppe nach eigenem Gutdünken gemacht, aber angelehnt an das Rezept.

Unser Urteil: Absolut empfehlenswert!!!!